AVCHD: Hochauflösende Camcorder-Bildaufzeichnung

Apr 200903

von maik in Lexikon Ι Kommentare 0

Foto: Sony
Foto: Sony

Hochauflösende Camcorder benötigen ein entsprechend leistungsfähiges digitales Aufzeichnungsformat, um das umfangreiche Datenmaterial, das brillanten Bildern zugrunde liegt, verarbeiten und abspeichern zu können. Um ein solch hochauflösendes Videodateiformat handelt es sich bei AVCHD (Advanced Video Codec High Definition). Zur physischen Aufzeichnung können dabei digitale Datenträger wie DVDs, SD-Speicherkarten oder Festplatten genutzt werden. Bei dem von Sony und Panasonic entwickelten AVCHD-Format erfolgt die Kompression der Daten nach dem leistungsfähigen H.264/MPEG-4 AVC Standard.

Camcorder mit AVCHD arbeiten in der höchsten HD-Videoauflösung im 1080p/24-Modus. Das bedeutet, dass 24 Bilder pro Sekunde mit einer Auflösung von 1920×1080 Pixel als Vollbilder wiedergegeben werden. Nicht nur im Seitenverhältnis von 16:9, sondern auch in der hochauflösenden Qualität befindet man sich damit in der Nähe des Kinofilms. Unterstützt werden aber auch die Modi 1080i/(50/60) und 720p/(24/50/60). Im ersten Fall werden Bilder in der Auflösung 1920×1080 mit 50 oder 60 Frames pro Sekunde im interlaced-Verfahren wiedergegeben. Von den 1080 vertikalen Bildzeilen wird dabei pro Bildaufbau abwechselnd jede zweite Zeile dargestellt – ähnlich wie beim Zeilensprungverfahren des Röhrenfernsehers. Die hohe Frequenz der Halbbilder sorgt dabei für flimmerfreie, qualitativ hochwertige Bilder.

Im ebenfalls hochauflösenden 720p-Format (p steht für progressive) wird wiederum mit Vollbildern in der Auflösung 1280×720 Pixel gearbeitet, die 24, 50 oder 60 mal pro Sekunde dargestellt werden. Audiosignale werden AVCHD in der AV-3 Dolby Digital-Kodierung aufgezeichnet. Seit Anfang 2009 gibt es außerdem die abgespeckte Variante AVCHD Lite,  die ausschließlich mit dem Zeilenformat 720p arbeitet.

In der Wiedergabe des Bildmaterials erreicht man die besten Ergebnisse mit einem Flachbildfernseher, der über HD-ready oder Full-HD-Auflösung verfügt. AVCHD-Aufnahmen lassen sich auch mit HD-DVD- und Blu-ray-Playern wiedergeben. Für die Schnittbearbeitung am PC sind ein leistungsfähiger Prozessor und ein großer Arbeitsspeicher die Grundvoraussetzung.

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