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Zum Schluß ging dann alles doch ganz schnell. Vor wenigen Tagen noch hieß es vom HD-DVD-Hersteller Toshiba trotzig: Das Ende des Formats sei keineswegs besiegelt. Und doch war genau dies längst der Fall. Zu groß die Übermacht des Blu-Ray-Lagers. Recht nüchtern klingt die Totenrede auf die lange favorisierte HD-DVD – in einer kurzen Pressemitteilung ließ Toshiba wissen, dass man die eigene HD-DVD-Strategie einer “sorgfältigen Prüfung” unterzogen habe und zu dem Schluß gekommen sei,”HD-DVD-Player und -Recorder nicht mehr länger zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten”. Der Grund seien “große Veränderungen auf dem Markt”. Nun also scheint es endgültig – ein langer und zäher Krieg der Formate geht endlich zu Ende. Eine gute Nachricht für die Kunden.
Über den Krieg der Formate wurde auf dieser Seite ja schon mehrfach berichtet. Schon seit einiger Zeit sah es für die HD-DVD nicht mehr gut aus – Stück für Stück bröckelte die einst mächtige Allianz aus Filmstudios und Herstellern. Warners Entscheidung, endgültig ins Lager der Blu-Ray-Anhänger zu wechseln, dürfte der HD-DVD den entscheidenden Todesstoß versetzt haben. Zuletzt brachen dann auch noch die Umsätze beim Verkauf von HD-DVDs auf dem US-Markt dramatisch ein.
Microsoft ist nun der letzte verbliebene HD-DVD-Anhänger. Eine Stellungnahme des Software-Giganten zur aktuellen Lage steht bis zur Stunde noch aus. Doch es ist kaum vorstellbar, dass Microsoft angesichts des Ausstiegs von Toshiba jetzt noch an dem Format festhalten wird. Auch wenn die eigene Xbox 360 mit einem drastisch preisreduzierten HD-DVD-Laufwerk angeboten wird – auf Dauer hat das Format nun keine Chance mehr auf dem Markt.
Ob Toshiba übrigens nun mit der Produktion von Blu-Ray-Playern beginnen wird, ist noch unklar. Ende März jedenfalls läuft dort der letzte HD-DVD-Player vom Band. Der technische Support für Toshibas HD-DVD-Kunden aber wird weitergehen. Soviel steht zumindest fest.




