
- Foto: Teufel
Mit den neuen hochauflösenden Blu-ray- und HD-DVD-Formaten wird bei der Filmwiedergabe hinsichtlich der Bildqualität ein neues Zeitalter eröffnet: Die Brillanz der Farben, Bildschärfe, Plastizität und Detailreichtum gehorchen bei einer 1980 x 1080p-Auflösung ganz neuen Maßstäben. Zum intensiven Filmerlebnis gehört allerdings auch eine hochkarätige Tonwiedergabe. Als akustisches Gegenstück zur HD-Bildtechnologie wurden daher die Audioformate DTS HD und Dolby TrueHD entwickelt.
Sowohl Dolby TrueHD als auch das Konkurrenzprodukt DTS HD Master Audio ermöglicht jeweils eine verlustfreie Audio-Datenkompression durch Datenübertragungsraten von bis zu 18 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Unterstützt werden dabei bis zu acht Audiokanäle (7.1 bei einer Abtastrate von 96 kHz und 24 Bit). Bei Einsatz eines 5.1-Surround-Systems mit sechs Kanälen kann die Abtastrate bis 192 kHz bei 24 Bit gesteigert werden. Voraussetzung für die Wiedergabe auf höchstem Klang-Niveau ist ein Decoder, der die entsprechenden Codecs auch verarbeiten kann. Als digitaler Bitstream können die Daten nur über eine HDMI 1.3a-Schnittstelle übertragen werden. Wird ein AV-Receiver für die Aufarbeitung der Signale genutzt, so muss dieser ebenso wie das Wiedergabegerät (DVD- oder Blu ray-Player) über eine solche Schnittstelle verfügen.
Als Alternative besteht – bei entsprechender technischer Ausstattung – die Möglichkeit zur Decodierung des Audiodaten-Bitstreams direkt im Wiedergabegerät. Die aufbereiteten Signale werden dann analog zum Verstärker weitergeleitet, wobei allerdings jeweils eine Kabelverbindung pro Kanal notwendig ist. Am Ende der soundtechnischen Verarbeitungskette sollte ein hochwertiges Lautsprechersystem eingesetzt werden, denn anders ist von den neuen Audio-HD-Formaten keine überzeugende Performance zu erwarten. Mit entsprechend guter Hardware versprechen Dolby TrueHD und DTS HD Master Audio allerdings einen weiteren Fortschritt in der Welt des Klangs. Im Vergleich mit 5.1 Surround-Systemen wie Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 sind es allerdings nicht so sehr die brachialen Effekte, die überzeugen – das können herkömmliche Systeme auch. Das Klangerlebnis der neuen Codecs verdankt sich eher dem großen Dynamikumfang mit ausgeprägten Laut-Leise-Effekten, einem hochdifferenzierten, tiefgestaffelten Raumklang und der brillanten Wiedergabe filigraner Soundeffekte.


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