
- Foto: Bernd Boscolo/ pixelio.de
Bislang kannte man Energielabels, jene etwas kryptisch wirkenden Bezeichnungen wie A+ und A++, eher aus dem Bereich der Haushaltselektronik. Nun aber hat die EU-Kommission auch für Fernseher die Einführung entsprechender Kennzeichnungen beschlossen. Für den Kunden soll es damit einfacher werden, zu erkennen, welches Gerät nun besonders sparsam arbeitet.
Die Vorgabe ist, dass ab Juli 2010 nur noch Fernseher in den Handel gelangen, deren Stromverbrauch sich „unter dem Durchschnitt“ bewegt. Dieser Durchschnitt wird nach recht komplizierten Formeln berechnet, abhängig von der Displaygröße.
Als Formel für den Durchschnittsverbrauch für Full HD-Fernseher (1920 × 1080 Bildpunkte) soll gelten: Displaygröße in dm² × 1,12 × 4,3224 Watt/dm² + 20 Watt. Der Durchschnitt aller anderen Fernseher errechnet sich nach: Displaygröße in dm² × 4,3224 Watt/dm² + 20 Watt. Das Ganze verschärft sich noch einmal ab April 2012, dann gilt für alle Geräte die Formel Displaygröße in dm² × 3,4579 Watt/dm² + 16 Watt.
Das Stromspar-Potenzial sieht die EU bei 43 TWh jährlich. Zusammen mit den Einsparungen, die man durch neue Labels und Richtlinien für Kühlschränke und Waschmaschinen einführt, sollen 51 TWh eingespart werden – soviel wie Portugal und Lettland zusammen jährlich verbrauchen.
Neben dem Kauf eines stromsparenden Fernsehers kann für Privatverbraucher natürlich auch schon ein simpler Stromanbieterwechsel enorm Kosten sparen. Ein exemplarischer Stromvergleich für München zeigt derzeit (Stand 7.4.2009) ein Sparpotenzial von fast 250 Euro im Jahr gegenüber dem örtlichen Grundversorger-Preis.


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