Apr 17
Foto: Telekom
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IPTV beschreibt die Übertragung von Videodaten nach Art eines Fernsehsenders über ein Netzwerk, in dem die einzelnen Klienten über eine IP-Adresse gekennzeichnet werden. Im Klartext: Fernsehen über das Internet. Die verbreitetsten Endgeräte hierfür sind neben PCs vor allem an Fernseher angeschlossene Set-Top-Boxen und UMTS-Handys.

Übertragen wird zum einen über das Internet. Hier ist das IP-Protokoll der Standard für die Adressierung von teilnehmenden Geräten. Probleme bestehen jedoch noch bei der Bandbreite. Nach einer Studie des WDR werden für normalen Empfang auf SDTV-Geräten bereits mehr als 2,5 MBit/s benötigt. Bedenkt man jedoch die rasant steigende Verbreitung von hochauflösenden Endgeräten, wird man mittelfristig um HDTV nicht herumkommen. ARD und ZDF wollen zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver auf den neuen Standard umstellen, bieten aber bereits jetzt einzelne HDTV-Events in ihren digitalen Spartenkanälen. Daher werden bei intensiver Nutzung von IPTV mittelfristig Datenraten von 30-50 MBit/s nötig werden, da der normale Internetverkehr und oftmals Telefongespräche über die selbe Leitung auch noch bewältigt werden müssen. Passende Modelle sind beispielsweise bei der Telekom mit dem Ausbau des VDSL-Netzes bereits in Arbeit.

Großes Potential wird seitens der Industrie auch im UMTS-Netz gesehen. Nachdem mehrere Milliarden Euro für die Frequenzen an den Bund gingen, soll unter anderem über Videostreams aus den Live-Portalen der großen Provider das Geld nun wieder zu Vodafone und Co. zurückkehren. Auch hier findet eine Adressierung über das IP-Protokoll statt. Die Bandbreiten sind angesichts der relativ kleinen Auflösungen von mobilen Endgeräten bereits jetzt auf einem vergleichsweise hohen Niveau – bot der erste Entwurf von UMTS lediglich 384 Kbit/s im Downlink, sind es in der aktuellen Ausbaustufe namens HSDPA II bereits 7,2 MBit/s. Fraglich ist bei allen Übertragungsformen zurzeit noch die Einführung eines Quality-of-Service (QOS). Über diesen könnten die schwankenden Übertragungsraten ausgeglichen werden, da kein Provider eine feste Bandbreite zusichert. Spätestens, wenn beim Filmstart das Telefongespräch abbricht, könnte dieses Problem akut werden.

Aktuell gibt es bereits diverse Angebote für IPTV. Für Deutschland geht man für das Jahr 2007 von rund 200 Sendern aus, weltweit beläuft sich die Auswahl auf über 3.000 Stationen. Für den Empfang auf PC-Systemen sind diverse Freeware-Programme erhältlich, sehr beliebt ist das Programm Zattoo.

Die Geschwindigkeit Ihres DSL-Anschlusses können Sie im DSL Speedtest bestimmen.

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