
- Foto: Sony
Little Big Planet auf der PS3 könnte der etwas staubig gewordenen Jump ’n’ Run-Szene auf der Konsole neuen Schwung verleihen. Überall geistert er herum, der Name „Sackboy“, jeder in der PS3-Gemeinde redet seit Monaten über Little Big Planet. Aber was steckt hinter dieser sehr undurchsichtigen Titel-Bezeichnung? Knapp einen Monat vor dem offiziellen Release wird es Zeit, hinter die Spielidee, das Gameplay und den Level-Editor zu blicken. Alles, was der PS3-User schon immer über Sackboy & Co wissen wollte, wird versucht, im Folgenden aufzulisten.

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Sackboy werden die Spielfiguren in Little Big Planet genannt – kleine, wie aus Leinensack gebastelte Figürchen, die nach Belieben eingekleidet werden können. Dazu lassen sich auf jede Figur Emotionen übertragen. Nach Angaben von Media Molecule sollen jeweils drei verschiedene Emotionstypen für Trauer, Wut, Angst und natürlich Freude zur Verfügung stehen. Das Repertoire an Accessoires, mit dem die possierlichen Leinensack-Figuren ausgestattet werden können, soll regelmäßig erweitert werden. So sollen zu Weihnachten zum Beispiel extra X-mas-Objekte verfügbar sein. Genug Spielraum also, um seinen eigenen individuellen Sackboy zu gestalten – es gibt übrigens sowohl weibliche als auch männliche „Reinvorlagen“.

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Bei Little Big Planet für PS3 wird es zwar vorgefertigte Levels und Minispiele geben, das eigentliche Prunkstück aber ist der Editor. Dort steht ein virtueller Schuhkarton bereit, der so groß ist, dass ein einzelner Sackboy etwa 5 Minuten braucht, um ihn von rechts nach links zu durchlaufen. In diese leere Hülle kann der Spieler nun Objekte als Hindernisse, Hintergrundkulisse oder unterstützendes Spielelement hineinbauen. Entweder nutzt man dabei vorgefertigte Gegenstände wie Wippen, Karusselle, Häuser, Katapulte und Räder. Oder aber der PS3-User baut eigene Konstrukte – dabei sollen sich geometrische Figuren wie Kreise, Dreiecke oder Quadrate in Windeseile und kinderleicht erstellen lassen. In seinen erstellten Parkour kann der Spieler anschließend eine kleine Story einbetten. Wer beispielsweise an einem Hindernis scheitert, könnte dann von einer alles zerfressenden grünen Gaswolke verschluckt werden. Etliche kleine apokalyptische Szenarien wären denkbar – natürlich kann es auch romantischer Natur sein, wenn es darum gehen soll, seinen „Prinzen“ zur im Kerkerturm eingesperrten „Prinzessin“ zu führen.
Als zusätzliches Gimmick kann jeder Spieler seine zusammengebastelte Welt anderen PS3-Usern via PSN präsentieren. Die eigenen Levels lassen sich außerdem mit bis zu vier Spielern ausgiebig antesten. Dabei kann sich entweder eine Vierer-Party an der Konsole zu Hause versuchen, oder aber man spielt online mit drei anderen „Sackboys“. Besonders kreative Designs sollen übrigens von Media Molecule und Sony belohnt werden – und wer weiß, vielleicht schlummert in irgendeiner Gamer-Seele dort draußen ein noch unentdecktes Entwicklerpotenzial. Publisher Sony hat den Release für Little Big Planet vom 29. Oktober auf den 24. Oktober vorverlegt – dann kann jeder PS3-Spieler endlich sein eigenes Game basteln.
Mehr Infos zu Little Big Planet:
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