
- Foto: Myka
„Klasse Idee“ werden die einen sagen, „einfach nur dreist“ die anderen. Derzeit macht im Netz die Nachricht die Runde, dass die eher unbekannte Firma Myka eine kleine Box namens Magic Box Torrent TV in den Handel bringt. Das Besondere an der in schlichtem unschuldigen Weiß gehaltenen Box: Torrent-Dateien werden ohne Umweg gesaugt und direkt an das TV-Gerät weitergeleitet. Dass man dabei darauf achten sollte, nur legale Downloads zu tätigen, versteht sich natürlich von selbst. Dennoch wird man in Hollywood über die Entwicklung und den Verkauf derartiger Set-Top-Boxen nicht erfreut sein. Schließlich ist das freie Netzwerk BitTorrent eher dafür bekannt, das komplette Angebot neuester Hollywood-Streifen zum kostenlosen Downloaden zur Verfügung zu stellen.
Wie dem auch sei, die Hersteller der Magic Box haben nichts zu befürchten. Auf dieser ist neben einem kleinen Linux lediglich eine BitTorrent-Software vorinstalliert. Per W-Lan oder Ethernet werden die Daten auf die wahlweise 80 bis 500 Gigabyte große Festplatte geladen. Liegen die Dateien in einem gängigen Videoformat (Divx, WMV, MPEG-2 oder MPEG-4) vor, bedarf es zum Abspielen keiner vorhergehenden Konfiguration. In Sachen Anschluss lässt Myka seine Kunden nicht im Regen stehen. Wahlweise kann das TV-Gerät per HDMI-, Composite-, S-Video- oder auch SPDIF-Port angeschlossen werden. Die Auflösung reicht dabei von 480i bis 1080i. Übrigens, so zauberhaft die Box auch sein mag, die „Recherche“-Arbeit nimmt sie dem Käufer nicht ab. Hat man seine Wunschtorrents beisammen, kann man die Box von jedem am Netz hängenden Rechner aus programmieren. Der Preis der Myka Magic Box Torrent TV ist abhängig von der Festplattengröße. Rund 190 Euro ist für die 80 GB-Variante zu berappen, das 500GB-Modell kostet 290 Euro.


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