
- Foto: Onlive
Auf der Game Developer’s Conference, einer Fachmesse der Gaming-Branche, wurde ein Service vorgestellt, der sich anschickt, Gaming-PCs und Spielkonsolen überflüssig zu machen. Onlive nennt sich der ambitionierte Service. Was er verspricht, klingt zu schön, um wahr zu sein: Per Internetstream selbst anspruchsvolle Spiele wie Crysis flüssig und mit hohen Details auf schwache PCs, Macs und selbst HD-Fernseher bringen. Schon bald sollen wir herausfinden, ob das wirklich funktionieren kann.
Auf der GDC wurde Onlive bereits in Aktion gezeigt: Der Service zauberte Crysis flüssig auf Macbooks und Einsteiger-PCs. Über ein Browser-Plugin sollen auch PCs mit mäßiger Leistung in den Genuss von 60 Bildern pro Sekunde bei hohen Auflösungen kommen, eine kleine Settopbox ist als Variante für Fernseher geplant. Nur mit schnellen Breitbandverbindungen funktioniert der Gaming-Stream: Angeblich sollen 1,5 Mbit/s für Standardfernseh-Auflösung und 5 Mbit/s für 720p reichen.
Zentral bleibt die Frage, wie Onlive die Verzögerungszeiten zwischen Spielereingaben und Reaktionen auf dem Bildschirm kurz halten will. Wer englisch versteht, kann dazu zum Beispiel bei Kotaku und Giantbomb nachlesen, auf deutsch berichtet Golem über den Service.
Onlive verdient auch deswegen Beachtung, weil bereits einige Spielefirmen an Bord sind und dem Service ein Mindestmaß Glaubwürdigkeit verleihen. Mit EA, Take-Two, Atari, Ubisoft und THQ sind bereits viele der ganz großen an Bord. Wann der Service in Deutschland erscheinen soll, ist noch nicht bekannt.




