Von Geeks bis Otakus – Nintendo Wii Festplatten & Raubkopien

Jun 200818

von Mirco in Videospiele Ι Kommentare 0

Foto: Nintendo
Foto: Nintendo

Lediglich „Geeks und Otakus“ benötigen eine Festplatte für die Wii – diese Aussage dürfte Nintendo Europe’s Senior Marketing Director Laurent Fischer nur allzu gerne zurückziehen wollen. Doch gesagt ist gesagt und so blieb dem feinen Herrn aus der oberen Etage des bekannten Spiele-Herstellers keine andere Möglichkeit als sich zu entschuldigen. Dem Spiele-Portal Videogaming 247 zufolge hörte sich Fischers Entschuldigung so an: “I have huge respect for those who, like me, share a common passion for Nintendo and want to make it clear that I would never use and I didn’t use this terminology in such a context or way to cause offence” und weiter “I regret that this misunderstanding has created such offence and disappointment within the community.” Akzeptiert – und seien wir mal ehrlich, so ausfallend war seine Wortwahl nun auch wieder nicht.

 

Der Begriff Geek, der früher einmal gleichbedeutend mit Streber war, wird heutzutage längst nicht mehr abwertend gebraucht. Im Gegenteil, allzu oft bezeichnen sich Leute, die sich in außergewöhnlichem Maße für etwas begeistern, selbst als Geeks oder Nerds. Was den Begriff Otaku angeht, so scheint dieser noch eher als abwertende Bezeichnung durchzugehen.

Doch Fischers Aussage mal ganz außer Acht gelassen, ist doch ein ganz anderes Thema interessant: Welche Veränderungen würde eine Festplatte für die Nintendo Wii mit sich bringen. Sicher ist, und genau das dürfte man auch im Hause Nintendo wissen, dass eine Festplatte Raubkopieren Tür und Tor öffnet. Via Disc Jumper RawDump lassen sich scheinbar schon jetzt sogenannte Sicherheitskopien für Wii Spiele anfertigen. Eine Entwicklung, die Nintendo ganz und gar nicht schmecken dürfte, die man schon gar nicht durch den Vertrieb von Wii-tauglichen Festplatten forcieren will, die aber anderseits auch kaum aufzuhalten ist. Man denke nur an die äußerst kurze Zeit, bis Sonys PS2 oder die Xbox per Modchip zum „Tauschparadies“ avancierte. Zum Speichern von Spielständen brauch man jedenfalls keine Festplatte.

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