Was ist eigentlich … DVB-T?

Feb 200806

von Mirco in Lexikon Ι Kommentare 2

Foto: pixelio.de / Martin Jakubowski
Foto: pixelio.de / Martin Jakubowski

Was ist eigentlich DVB-T? Diese Frage werden sich in den letzten Jahren sicherlich nicht Wenige gestellt haben. Im Jahr 2002 erreichte Fernsehzuschauer in Deutschland erstmals die Meldung, dass auf DVB-T, das sogenannte „Überallfernsehen“, umgestellt wird – zunächst in Berlin-Brandenburg, ein Jahr später im Ruhrpott und schließlich Monat für Monat in weiteren Regionen bis Ende 2007 auch saarländische Fernsehzuschauer in den Genuss des „Überallfernsehens“ kamen.

Der umgangssprachliche Begriff etablierte sich übrigens aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von DVB-T. So reicht eine kleine Zimmerantenne aus, um beispielsweise im Auto DVB-T-Angebote empfangen zu können, eine Schüssel oder Kabelanschluss werden nicht benötigt. Schön und gut, doch was DVB-T bedeutet, ist damit noch nicht geklärt.

Zunächst zum Begriff. Das Kürzel DVB steht für Digital Video Broadcasting, zu deutsch Digitaler Videorundfunk. Das T bezeichnet eine spezielle Variante des DVB – die terristrische, zu deutsch erdgebundene. Im Gegensatz zu DVB-S (Satellitenübertragung) und DVB-C (Kabelübertragung) wird DVB-T also per Antenne empfangen. Einzige Voraussetzung ist ein Digitalreceiver. Dieser ist sowohl als externe Set-Top-Box und DVB-T-USB-Adapter erhältlich oder ohnehin schon im Fernseher integriert.

Nun stellt sich noch die Frage, worin bestehen die Vorteile. Befürworter der DVB-T-Technologie verweisen auf eine größere Programmvielfalt. Diese entsteht vor allem aufgrund der Tatsache, dass die digitalen Daten im MPEG-2-Format übertragen werden und somit viel weniger Speicher benötigen. Dieses Format kommt auch all denen entgegen, die Fernsehsendungen ohne Qualitätsverluste aufzeichnen bzw. auf der heimischen Festplatte speichern möchten. Kritiker bemängeln allerdings die Störanfälligkeit des DVB-T oder genauer gesagt, der meisten Zimmerantennen. Abgesehen davon lässt die Bildqualität häufig zu wünschen übrig. Bildrauschen muss zwar nicht mehr in Kauf genommen werden, dafür aber sogenannte Kompressionsartefakte, die DVB-T in Kritikerkreisen den Namen Lego-TV einbrachte. Bleibt zu hoffen, dass die Mängel bald beseitigt sind – seit 2006 wird bereits am DVB-T-Nachfolger DVB-T2 gearbeitet. Dieser ermöglicht im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch eine Übertragung in HDTV.

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2 Kommentare

[...] sich mehr und mehr zu einer Erfolgsgeschichte. Bereits 7,8 Millionen Empfangsgeräte für DVB-T wurden in Deutschland seit der Einführung des Standards vor fünf Jahren abgesetzt, wie [...]

Momo sagt
29. Januar 2009

ich find dvbt t super. bei mir zu hause (in berlin) astreiner empfang, ca. 30 sender (zum glück auch nur die wichtigsten), keine zusatzkosten. kabelfernsehen – nein danke!

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